Über uns

Die Familie und das Team stellen sich vor

Die Alp Schlacht liegt auf der Nordseite des Brienzer Rothorns auf einer Höhe von 1 334 m. ü. M. Sie befindet sich inmitten einer wunderschönen, intakten Berglandschaft des Biosphärenreservats Entlebuch und umfasst eine Fläche von 49 Hektare Weideland, Nutzfläche und Wald. Seit Jahrzehnten wird auf der Alp Schlacht Käse hergestellt. Bis Ende der 1980-iger Jahre wurde der grösste Teil der Milch zu Alpsbrinz verarbeitet. In den 90er Jahren waren es Niklaus und Martha Epp-Zgraggen, die die klassische Sbrinz-Produktion auf den Sörenberger Alpkäse umstellten. Durch ihre jahrelange Erfahrung produzierten sie hochwertigen Käse und andere Spezialitäten. Ihre Kenntnisse, Expertise und hauseigenen Rezepturen gaben sie an Reto Vogel und Elisabeth Fink weiter und so wird bis heute nach ihrem Rezept Schlacht Alpkäse hergestellt.

Älpler

Reto

Die Faszination für das Leben auf der Alp wurde Reto Vogel in die Wiege gelegt. Bereits in seiner Kindheit verbrachte er die Sommer auf der elterlichen Alp. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung zum Landwirt und Betriebsleiter folgte eine Anstellung in der Nordwestschweiz. Im Alpsennkurs eignete er sich wichtige Grundkenntnisse des Käsens an. 2016 übernahm er die Alp Schlacht und den dazugehörigen Talbetrieb Usserbüel in Schüpfheim und führt sie seither mit seiner Partnerin Elisabeth mit viel Leidenschaft und Ehrgeiz.

Maximilian

Maximilian bereichert seit Jänner 2021 das Familienleben und bringt viel Abwechslung und Freunde in den Alltag.

Chläus und Martha

Immer noch mit Rat und Tat zur Seite stehen uns die ehemaligen Eigentümer der Alp, Chläus und Martha Epp-Zgraggen.

Elisabeth

Elisabeth verbrachte als gebürtige Österreicherin nach ihrer Ausbildung zur Sekundarlehrperson einige Jahre in Wien, bis es sie schliesslich wieder zurück aufs Land zog. Im Entlebuch lernte sie Reto kennen und unterstützt ihn seither bei allen Arbeiten rund um den Betrieb.

Team

Was wären wir ohne unser eifriges Team? Jeden Sommer teilen fleissige Menschen mit uns die Liebe zur Natur und unterstützen uns in allen Bereichen tatkräftig. Im Alpsommer 22 sind es Bernadette, Patrick und Matthias, die uns immer und überall unter die Arme greifen.

Alptiere

Kühe

40 Kühe der Rasse Original Braunvieh verbringen den Sommer auf der Alp Schlacht und geniessen die besonders frischen, vielfältigen und reichhaltigen Wiesen.

Rinder & Kälber

Auch 25 Rinder und Kälber haben ebenfalls ihren sommerlichen Aufenthalt auf der Alp.

Ziegen

5 Ziegen und 2 Gitzlein suchen sich in den zum Teil unzugänglichen Teilen des Brienzer Rothorns feine Kräuter und Gräser.

Schweine

50 Mastschweine fühlen sich sauwohl auf der Alp und kommen während des Sommers in den Genuss der Molke, welche bei der Käseherstellung nach der Gerinnung zurückbleibt.

Hund

Unser treue Hofhund Kadi freut sich jeden Frühling wieder auf die Alp zu ziehen.

Philosophie – Traditionell modern

Am Beginn der Alpsaison ziehen wir mit all unseren Tieren traditionell zu Fuss von Schüpfheim auf die 21 km entfernt Alp Schlacht. Dort stellen wir mit viel Herzblut während des gesamten Alpsommers Alpkäse her. Das saubere Handwerk bei grösstmöglicher Schonung der natürlichen Ressourcen steht bei uns im Zentrum. So uralt das Käsereihandwerk und unsere Rezepturen sind, so modern sind unserer technischen Einrichtungen. So werden wir beispielsweise beim Abfüllen des Käses durch unsere Bruchpumpe oder beim Schmieren von unserem Käseschmierroboter „Windtrüeb“ unterstützt. 

Auch das Wohlergehen unserer Tiere liegt uns sehr am Herzen. Auf der Alp Schlacht profitieren die Kühe von den saftig grünen Alpwiesen und einem angenehmen Klima im Sommer. 

Unsere Alp- und Erlebniskäserei vereint die Tradition mit der Moderne, sie nutzt den technischen Fortschritt, benötigt aber auch viel Handarbeit, körperlichen Einsatz und Begeisterung. Jeden Tag aufs Neue mit Freude und Leidenschaft hinter dem zu stehen, was wir tun, ist uns eine Herzensangelegenheit. 

Historischer Ursprung der Alp Schlacht. 

Über den Namen der Alp Schlacht wird eine spannende historische Geschichte erzählt.  Historische Quellen belegen, dass gegen Ende des 13. Jahrhunderts  auf dem heutigen Alpgebiet eine Schlacht zwischen den „Obwaldnern“ und den „Entlebuchern“ stattfand. 

(Verfasser und Herkunft des Textes sind uns nicht bekannt)

Selten jemand denkt, dass jenseits des Steinbachbrüggli in Flühli im Jahre 1384 ein währschafter Entlebucher, eben dieser Wintrüeb, wie man ihn, nannte, sein Leben lassen musste. Wintrüeb soll ursprünglich Ring-Rüeg genannt worden sein, weil er offenbar äusserst stark gewesen sein soll. Die Entlebucher gehörten in diesen Jahren noch zu Österreich und waren dem Vogt von Thorberg zu Wolhusen unterstellt. Die Urschweizer (Urner, Schwyzer und Unterwaldner) konnten sich 1315 vom Joch der Vögte befreien. Wohl etwas übermütig geworden, foppten und belästigten sie die Entlebucher, wo es sich ergab.

Schon öfters war den Älplern im Gebiet Sörenberg kundgetan worden, dass dieses Alpgebiet eigentlich den freien Obwaldnern zustehe, besonders, was unterhalb der Schwarzenegg liege. Dieses gespannte Verhältnis führte dazu, dass sich die beiden Älpler von der Schwarzenegg und der Schlachtalp besprachen, denn es war ihnen zugetragen worden, dass sich die Obwaldner das Gebiet mit Gewalt aneignen wollten. «Die sollen nur kommen!» meinte der Senn von der Blattalp, eben dieser Wintrüeb. Die Blattalp gehörte damals zur Schwarzenegg. Dem Senn von der Schlachtalp wurde ordentlich leichter, da er jetzt auf Hilfe rechnen durfte, denn er selbst war körperlich eher unterlegen.

Und tatsächlich. Schon am nächsten Morgen drangen die Obwaldner früh in die Schlachtalphütte ein, überwältigten den Senn und warfen ihn ins Käsekessi. Die anderen Anwesenden band man fest. Das alles dauerte nur einen Augenblick, sodass niemand zum Alphorn greifen konnte. Die Obwaldner trieben das Vieh zusammen und führten es ab.  Einer der «Länder» stieg auf die nahe Fluh und rief mit höhnischer Stimme ins Tal hinaus: «De Senn lid im Chessi und eui scheene Chüe läifid gegen üsne zuo!» Wintrüeb hörte den Spottruf, machte sich mit seinen Mannen auf, gegen die Schlachtalp. Dort befreite er zuerst die verängstigten Mannen und alarmierte durch einen Boten die nächst gelegenen Sörenberger.

In Mehrli (Mörhalp) traf man die Räuber. Sie feierten den Raubzug, hatten die Kühe eingestellt und frönten ganz ordentlich dem Alkohol. Unbemerkt schlich Wintrüeb in den Stall, band das Vieh los und zog die Glocken ab. Während seine Getreuen mit den befreiten Kühen über Glaubenbielen zogen, schlug Wintrüeb von Zeit zu Zeit den Glocken an, um so die Obwaldner zu täuschen. Als das Vieh in Sicherheit war, also ennet Glaubenbielen, öffnete Wintrüeb den Stall, warf den Obwaldnem die Glocken vor die Füsse und verhöhnte die illustre Gesellschaft. Die Geprellten verfolgten Wintrüeb, verloren aber recht bald seine Spur und schworen Rache.

Wochen vergingen. Der Senn von der Schlachtalp war begraben. Die Erregung der Entlebucher, besonders der Tod des Sennen, war den Entlebuchern ins Fleisch gedrungen. Sollten die Obwaldner noch einmal einfallen, war man gerüstet. Aber man hatte nicht mit der grossen Zahl Krieger gerechnet, die eines Tages auf der Witenlauenenhütte einbrach. Wintrüeb bodigte überlegen den Obwaldner Fähnrich. Nach kurzem Kampf blieben viele Obwaldner auf dem Schlachtfeld liegen. Für diesmal blieb das Alpgebiet den Entlebuchern erhalten.

Aber die Obwaldner hatten Wintrüeb Rache geschworen. Als er einst von Schüpfheim her heimkehrte, passten ihm mehrere Männer beim Emmentobel auf, nahe der Südelhöhe. Es kam zu einem heftigen Gefecht. Nach einer Viertelstunde kollerte der letzte Obwaldner der Emme zu, die meisten trugen Wunden davon. Wenn Wintrüeb schon nicht auf faire Weise bezwungen werden konnte, wollte man es mit List versuchen.

Den Obwaldnern war zu Ohren gekommen, dass Wintrüeb nach Schüpfheim unterwegs war. Diesmal musste es gelingen, den Mann wegzuschaffen. Und tatsächlich, der Trick gelang. Ein gedingter Obwaldner stellte sich als Schwerverletzter zur Verfügung! Am Steinibachstutz mimte er am Wasser einen Verwundeten, der um Hilfe suchte.  Wintrüeb glaubte, helfen zu können und holte am Bach Wasser, um dem Unglücklichen Linderung zu bringen. Als er sich über ihn beugte, zog dieser unversehens einen Dolch aus der Tasche und stach ins Herz Wintrüebs. Der Helfer brach zusammen und starb auf der Stelle. Wie eine Furie eilte der Mörder weg und ward nicht mehr gesehen. An der Stelle dieser Untat errichteten die Bürger einen Gedenkstein, der über Jahrhunderte die Stelle der Bluttat markierte.

Als das Entlebuch ins Bürgerrecht Luzern aufgenommen wurde, gab die Spannung nach.  Jedenfalls kämpften Obwaldner und Entlebucher Schulter an Schulter bei der Schlacht in Sempach. Jahrhunderte später, als Schibi das Land zur Befreiung der Bauern im Entlebuch aufrief, rüsteten sich die Flühler ebenfalls zum Kampf. Beim Gedenkstein Wintrüebs verrichtete man wie üblich das Schlachtgebet. Alle erhoben die Hand zum Schwur und versprachen, hier bei einem Sieg über die Städter eine Kapelle zu bauen.  Aber keiner kam zurück. Im Gütschwald erstickten sie im eigenen Blut. Der Stein aber verwitterte. Die alte Holztafel welche noch heute an der Schlachthütte hängt, legt Zeugnis für das Geschehene ab. Auf Ihr ist folgende Inschrift zu lesen: Da die alte Holzhütte wurde geschlissen ab, fand man eine Schrift, die Zeugnis gab, Dass die Entlebucher und die von Obwalden, Um diese Landschaft einen Krieg gehalten. Weil die die von Obwalden dazumal, In Anspruch genommen das ganze Tal (Mariental). Da sind unsere lieben Altväter gekommen Und haben ihnen das Banner und Land genommen. Wir danken unsern lieben Alten, Dass sie haben den Sieg erhalten. Die Zeit, wo das geschehen war, zählt man dreizehnhundertachtzig Jahr. Endlich wurde mit der Nachbarschaft Frieden gemacht, Darum sagt man hier in der Schlacht.